Globalisierung! Für wen?

By eurokratie

Wenn von Globalisierung gesprochen wird, glänzen manchem die Augen, gleich einem Kind unter dem Weihnachtsbaum. Verständlich, denn wer könnte schon gegen die technologische Verteilung auf die ganze Welt sein? Die Finanzmärkte können ihre Geschäfte ungehindert dort erledigen, wo es gerade nötig ist. Industrielle Güter können dort hergestellt werden wo man sie benötigt, ohne sie um die halbe Welt zu karren. Schwellen- und Entwiklungsländer profitieren vom Know-how der Industriestaaten. Internet und Kommunikation kommen dazu. Eigentlich sollten alle glücklich sein.
Doch das neuliberale Gedankengut beschreitet andere Wege als die des verantwortungsvollen Managers oder Firmeninhabers. Multinationale Konzerne (Global Player) verlegen ihre Firmen in jene Länder wo sie die geringsten Löhne bezahlen müssen. Sie gehen dorthin wo es kaum Umweltgesetze gibt. Hinterlassen dort Müllhalden, vergiftete und erodierte Böden. Rhoden ganze Wälder, verschmutzen die Gewässer usw. Es ist nicht neu, dass schon Heute aus Europa Giftmüll an die Drittwelt Länder verfrachtet wird. Etwa 2/3 aller Umweltschäden der Welt werden durch weniger als 1/3 der Weltbevölkerung verursacht. Dieser eine Drittel der Weltbevölkerung wird wohl wieder für alle Sünden der Globalisierung haften müssen. Siehe Klimaerwärmung. Alles und jedes wird dem Shareholder untergeordnet.
Der Handel zwischen Kontinenten und Nationalstaaten funktioniert schon seit 200 Jahren. Und jetzt spricht alle Welt von Globalisierung. Irgenwie komisch.

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