Demokratie: Was ist das?

By eurokratie

Demokratie oder eben Volksherrschaft ist ein schönes Wort und wird oft und gerne von den Politikern in den Mund genommen. Und zwar deshalb, um dem Pöbel vorzugaukeln, dass es keine bessere Staatsform gebe. Klar, wäre es schön, wenn das Volk die Herrschaft in den Händen hätte. Aber das Volk hat nur die Möglichkeit alle vier Jahre ihr Parlament zu wählen. Sonst nichts. Was die gewählten Politiker dann aus ihrem Mandat machen, ist nichts anderes als ihre Macht ausbauen. Sie gestalten die Gesetze so aus, dass der gewöhnliche Bürger sie immer gegen sich hat. Jeder Bundes-Angestellte der Schweiz hat alle Zulagen für Uebernachtungen, Essen usw. zu versteuern. Die Schweizer Parlamentarier tun es nicht. Beachte folgenden Link: http://www.parlament.ch/SiteCollectionDocuments/ra-bezuege-d.pdf
Und wenn wir schon beim CH-Parlament sind, schauen wir uns einmal ihre Interessenverbindungen an. Siehe Links dazu: http://www.parlament.ch/SiteCollectionDocuments/ra-nr-interessen.pdf http://www.parlament.ch/SiteCollectionDocuments/ra-sr-interessen.pdf
Muss man sich wundern, wenn da einmal eine(r) diese/r Damen und Herren ein burn out zu beklagen hat? Ganz sicher nicht, denn die bekommen ihre Gurgel sowieso nie voll. Es heisst Nationalrat=Volksvertreter. Wer es glaubt, soll einmal folgenden Link zu Gemüte führen. http://www.bilanz.ch/edition/artikel.asp?Session=C17399B4-1789-4B2F-9E66-AD4E9B07CA2A&AssetID=3208
Wenn wir schon in der Schweiz sind, sollten wir über die direkte Demokratie sprechen. An dem Ort, wo das Volk (so hört man) noch das Sagen habe. Klar kann man über dieses oder jenes Geschäft ein Ja oder ein Nein in die Urne werfen. Was aber geschieht, wenn ein Geschäft angenommen wird? Das Parlament arbeitet dann die gesetzlichen Grundlagen zu diesem Geschäft aus, die dann in der Regel zuGunsten der Wirtschaft und gegen das Volk sind. Jedem Bürger steht das Recht zu, Einsprache gegen ein ihm nicht genehmes Projekt zu erheben. Nur, was nützt es ihm, wenn er zuerst einmal zur Kasse gebeten wird und sich dann in einem Dschungel von Gesetzen, die gegen ihn sprechen, wiederfindet? Die Gesetze sind heute dermassen feinmaschig, dass die Bürger kaum noch Rechte haben.
Und doch schwärmen alle von der Demokratie. Wie kann man nur so naiv sein? Diktaturen sprechen auch von Demokratie. Auch ihre Bürger wählen ihr Parlament regelmässig. Es gibt nur Diktaturen. Seit es Menschen gibt, gibt es Politiker. Seit es Politiker gibt, werden die Bürger geknechtet. Es fällt auf, dass die Politiker das Wort Demokratie immer häufiger in den Mund nehmen. Und das macht sie höchst suspekt.
Hin und wieder gab es Revolutionen auf dieser Welt. Wem dienten sie? Ganz einfach, es diente einem anderen Klüngel, der genau so mafios war wie ihr Vorgänger. Sicher ist nur, dass das Volk nie profitierte.
In der so lautstarken Globalisierungshysterie wird versucht, anderen Ländern unser westliches System, die sogenannte Demokratie, aufzupfropfen. Man kann wohl ein Land militärisch besiegen. Aber die Kultur und Geisteshaltung eines Volkes konnte noch nie besiegt werden.
Die Globalisierung der Wirtschaft wird kraftvoll vorangetrieben. Güter können ohne grosse Kontrollen in alle Länder dieser Welt verfrachtet werden. Wie steht es mit der Globalisierung der Reisenden? Da sind unsere Behörden in ihrem pervertierten tun nicht zu bremsen. Jede Person hat sich am Zoll peinlichsten Kontrollen zu unterziehen. Manche Staaten verlangen Kredit-Karten Nummern der Reisenden. Man will wissen, welche Speisen bevorzugt werden. Mit wem reist er/sie. Wen will er/sie besuchen usw. Damit nicht genug, es späht auch noch an jeder Ecke eine Kamera mit Mikrophon und Gesichtserkennung auf dich herab. Unsere Politiker müssen eine panische Angst vor ihren Bürgern haben.
Ist es vermessen zu behaupten, dass gelegentlich auch noch die Todesstrafe globalisiert wird, indem man Systemkritiker auch hierzulande mit Genickschuss entledigen kann?


2 Antworten zu „Demokratie: Was ist das?“

  1. _DoE_ sagt:

    Sehr zutreffend und realistisch geschrieben. Bin genau Deiner Meinung.
    Nur:
    „… Aber die Kultur und Geisteshaltung eines Volkes konnte noch nie besiegt werden …“
    Da bin ich mir nicht so sicher. Schon Jean-Jacques Rousseau hat gesagt: „Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangennehmen.“

    Demokratie ist nur eine Floskel, die im Volk den Anschein erwecken soll, es allein besässe die Herrschaft und die Macht, es wäre frei, obwohl es eben nicht so ist.
    Auch die DDR schimpfte sich demokratisch, und der Kongo nennt sich selbst sogar „Demokratische Republik“. Diktator Joseph Kabila gab sich mit dem Begriff „Demokratie“ (=Volksherrschaft) allein nicht zufrieden, er erklärte Kongo sogar noch zusätzlich zur Republik (=Volksangelegenheit).
    Wenn das kein eindeutiger Beweis dafür ist, dass im Kongo ausschliesslich das Volk bestimmt, dann weiss ich auch nicht weiter! :lol:

    „… Es gibt nur Diktaturen …“
    Absolut korrekt! Wo eine Regierung Macht und Gewalt ausübt, herrscht das Diktat, auch wenn einige gewiefte Politologen dafür eher die Begriffe „gelenkte Demokratie“, „parlamentarische Demokratie“ oder auch „Rätedemokratie“ verwenden möchten. Mit aller Kraft verstecken sie so das wahre Gesicht unseres Systems. Sie verschleiern die Realität, damit wir nicht erkennen mögen, dass wir uns eben doch mitten drin in einer Diktatur befinden ( siehe auch: http://rage.ifastnet.com/index.php?page=Staatsform#Demokratie ).

  2. Franz sagt:

    Die Geisteshaltung eines Staates kann niemals ausser Kraft gesetzt werden. Tibet hat es bis zum heutigen Tag geschaft, die Chinesische Mentalität abzuwehren. Und das seit fünfzig Jahren. Es ist aber schon das Bestreben der politischen Klike vorhanden, bei Nichtgefallen das Volk auszuwechseln. Aber nicht ohne ihm vorher das Geld abgenommen zu haben.

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